7 Reaktionen zu “Mir wird es heiß und kalt – ich oute mich”

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Joh, ich hab den Artikel zwar noch nicht gelesen (ich spar mir die FUN immer ein paar Tage auf und freu mich drauf), aber die Thematik ist mir natürlich nicht unbekannt…was z.B. ist mit den Anleitungsbüchern, aus denen man gute Ideen bekommt, sie selbst umsetzt und dann als eigene Kreation verkauft ?
Und das “Windlichterproblem” hatte ich selbst, als ich die ersten bei dawanda verkaufen wollte – da hab ich dann eine Mitverkäuferin gefragt, ob sie was dagegen hätte, wenn ich auch solche Lichter etc. …sie hatte nichts dagegen und meine Lichter sehen auch anders aus, aber trotzdem.
Ich denke, es kommt auf die Umsetzung an. Jeder hat seinen eigenen Stil und wenn man sich bemüht, nicht ABSICHTLICH abzukupfern, sollte es funktionieren.
(Ich überlege seit einiger Zeit, ob ich nicht auch Sitzkissen anbieten sollte….solche wie Susanne macht :-( ((

Annette am 27. Februar 2011 um 11:02

Ich finde es macht einen großen Unterschied dreist abzukupfern und dann auch noch so zu tun als wäre es die eigenen Idee oder eben sich von anderen Ideen inspirieren zu lassen und fairerweise auf die Quelle hinzuweisen bzw. einfach an der Quelle nachfragen, ob es ok ist.
Vielen Ideen verselbständigen sich auch. Da gibt es dann keine eigentliche Quelle mehr. Das Apfelmäuschen ist für mich so ein Fall.
Bestimmte Blüten zu filzen, finde ich überhaupt kein Problem. Da liegt das Copyright in der Natur ;-)
lg
ela

ela am 27. Februar 2011 um 11:22

Ein schwieriges Thema mit großer Bedeutung. Nachdem ich ein vehementer Gegner von Patenten auf Pflanzen und Tiere bin, hat das auch Auswirkungen auf meine Arbeit. Zu Bedenken ist natürlich, dass Geschmacksmuter(also Design) weit weniger geschützt sind, als Patente. Ein Nachdenken, wie man seine Entwürfe schützen könnte, ist sowieso müssig. Nachdem ich Patente und ähnliche Rechte sehr kritisch sehe, lasse ich es konsequenterweise jedem freigestellt, meine Ideen abzukupfern. Man kann ja schließlich nicht auf der einen Seite Wasser predigen und auf der anderen Wein trinken.

LG

Birgit

Birgit am 27. Februar 2011 um 11:54

die fun hab ich noch nicht bekommen, aber das thema ist ja nicht neu!!!
wie ist das denn bei all den anderen künstlern??? z.b. maler! da malen ALLE blumen, häuser,landschaften, menschen,stilleben usw……..wer hat denn das rad als erster erfunden???
auch “unsere” bekannten “filzstars” haben meist nichts das erste mal gemacht, wir meinen das, weil man diese leute kennt und sie es evt. als erste in einem workshop gezeigt, oder in einem buch veröffentlicht haben. aber hergestellt haben es irgendwo auf der welt lange vorher auch schon andere………eben, keiner von uns erfindet das rad neu!!!
vor jahren habe ich plagiate von ostheimertieren gesehen.ostheimer ist immerhin eine eingetragene marke, was unsere filzwerke alle nicht sind!!! ostheimer ging dem nach und meldete mir dann, dass sie gar nichts machen können, obwohl die tiere 1zu1 genau ihren originalen entsprechen…..bis auf die augenfarbe! ein klitzekleiner farbpunkt macht’s also aus, dass gleiches doch nicht gleich ist…….
so braucht doch von uns sich keiner gedanken zu machen,wer die erste filztasche gemacht hat, oder den ersten teppich, das waren nämlich sowieso keine heute noch lebende filzerinnen!!!
wir inspirieren uns alle an dem,was rund um uns ist, was wir erleben,sehen und empfinden. entsprechend kreiiren wir ideen, zeichnen und berechnen muster und filzen dann unsere objekte. diese sind ALLE unikate, denn deine und meine hände schaffen IMMER anders, nicht mal ich selber kann je etwas eigenes von mir ein zweites mal genau gleich nochmals filzen!!!
im übrigen denke ich, dass das was ich zeige, hier im blog, in kursen oder in büchern, kopiert wird. das weiss ich und wenn’s mir nicht passt, muss ich’s ja nicht veröffentlichen……..was ich übrigens auch mache!viele meiner werke zeige ich z.b. in kursen erst nach 2,3 jahren.
man könnte noch viel und lange über dieses thema sprechen, aber ich denke, das wichtigste ist, dass uns bewusst ist, dass wir in unserem handwerk NIE 100% kopieren können, selbst ungeübte filzanfängerinnen, die sich noch eher an möglichst genaue vorgaben richten müssen/wollen,immer etwas eigenes in ein filzprodukt bringen!
gibt es diese diskussionen eigentlich bei anderen kunsthandwerkern auch, oder ist das wieder ein typisches frauen-eifersuchts-thema?
ich wünsche euch allen weiterhin viel,viel freude am filzhandwerk, lasst euch diese durch niemanden verderben!!!
herzlichst,
monica / filz-t-raum.ch

filz-t-raum.ch am 27. Februar 2011 um 12:12

gibt es noch etwas auf der welt das noch nie jemand gemacht hat? es ist doch in jedem gewerbe das gleiche. auch wir erleben das jeden tag. schnaps gibt es viele verschiedene. honigkräuter ist so einer, da gibt es x beliebige auf dem markt.jeder brenner hat sein eigenes rezept, jeder findet seine kunden und kann damit leben – das ist doch bei allem so. manche finden deine sachen viel schöner als meine und wen ich genau das gleiche machen würde. aber das ist doch gut so.und ich denke das ist das beste jeder schaut zu seinem garten und ist nicht immer auf alles neidig was um in herum ist und so hat jeder ein stück vom kuchen.
eine tolle woche:-)!!
filzi

filzstubä am 27. Februar 2011 um 17:05

ich glaube, diese plagiatsgedanken (o – was für ein aktuelles thema…) können uns hände und füße binden.
ich bin mittlerweile erstens einfach nicht mehr zu oft und lang im netz unterwegs – finde ich nämlich flooding, außerdem denke ich bei “wer hats erfunden?” immer an den ricola-zwerg in der finnischen sauna – vorallem, wenn mir in meiner nächsten umgebung käufliche filzerein begegnen, die sicher in und nach meinen kursen entstanden sind. sollte mich das irgendwann richtig ärgern, darf ich keine kurse mehr geben. also ärgere ich mich nur ein bisschen und kauf mir ricola – am liebsten melisse.

augentrost am 27. Februar 2011 um 22:34

Hallo liebe Frauke,

danke, danke, danke, danke für all die Worte, die so tief aus meinem eigenen Innersten kommen könnten. Seit einiger Zeit verfolge ich bereits Deine Homepage und vorab mal – Gratulation zu diesem, Deinem Weg. Er entwickelt sich Stück für Stück – echt toll. So ist es wohl bei uns allen, ein Schritt nach dem anderen.

Doch dann kommt dieser Zeitpunkt, jener, welcher. Du hast eine gute Wegstrecke geschafft, einen unglaublichen Segen erfahren, bist Dir sicher, richtig zu sein…. Ja, und dann…

Seit zwei Monaten habe ich meinen eigenen Blog und sehe auch immer mehr all dieser wunderbaren Arbeiten, Werke, Kunstwerke, Inspirationen, diese Vielschichtigkeit. Herrlich. Unglaublich, was es alles gibt. Dann stelle ich fest, daß ich ähnlich arbeite. Kopiere ich, kann ich überhaupt was, habe ich überhaupt eigenen Ideen? (Fragt es da in meinem Kopf) Höre auf, Du kommst auf keinen grünen Zweig.

Aber ich will nicht aufhören, ich will glauben (!!!)… Will glauben, daß es der richtige Weg ist, daß Gott uns führt und die Richtung weist.

Ich bin echt entmutigt ob all der tollen Dinge draußen, aber ich hoffe inständig, daß das nur eine Phase ist. Wahrscheinlich die Vorbereitung einer neuen Richtung. Eine Weggabelung sozusagen.

Also, Dir weiterhin viel, viel Glück, Gottes Segen und unglaublich viel Kreativität

Angelika (Geißler)

Angelika Geißler am 15. März 2011 um 10:33
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