Heute habe ich Stulpen auf Bestellung in Shiborritechnik gefärbt. Die finde ich richtig stylisch!
Wozu man Rachenspatel nicht alles brauchen kann!
Heute habe ich Stulpen auf Bestellung in Shiborritechnik gefärbt. Die finde ich richtig stylisch!
in alte Zeiten, so habe ich mich heute gefühlt! Beim Familienfest der Lebenshilfe im Haus Hammerstein. Haus Hammerstein ist ein altes Hotel, welches seid einigen Jahren der Lebenshilfe gehört. Dort werden Seminare durchgeführt und vor allem Behinderten die Möglichkeit gegeben in wunderbarer Natur Urlaub zu machen.
Obwohl ich gar nix verkauft habe, hatte ich einen sehr schönen Tag! Weil er mich doch sehr an meine Zeit als Ergotherapeutin erinnert hat! Es gibt ja fast nichts Mitreißenderes als ein Gruppe gut aufgelegter Behinderter. Schon beim Aufbau bekam ich Hilfe angeboten, ständig tanzten Menschen vor der Bühne und sangen lauthals mit. Der Lebenshilfechor sang unter anderem wirlich wunderschön “Ich wünsch dir Liebe ohne Leiden” mit Solopart! Mein Stand lag unmitelbar neben der Bühne, und so war mein Tageshighligt der Clown! Der hatte es schwer! Er zauberte Regenbogenwasser, und beim Gelb bemerkte er das dies wohl Pipi sei. Die wenigen Kinder lachten, doch lauter war der empörte Ruf aus dem Puplikum: “Du altes Ferken!!!” Und als besagter Clown das Regenbogenwasser (eben noch als Pipi deklariert) mit der Spritze ins Puplikum spritzte, um es bunter zu machen, wollten die Recken ihn schon von der Bühne holen. Ich denke, nach drei Auftritten ist der Clown heute Abend rechtschaffend müde!!!
Und verrückterweise gehe ich nächstes Jahr, sollte ich Zeit haben, wieder hin!
Diese Woche im Museum ist nur so vorbei geflogen! Und viel gefilzt habe ich dort nicht! Ab Mittwoch habe ich Besucher gefragt, ob sie eine Führung haben möchten.
Ich habe sie auf Klimaproblematik aufmerksam gemacht, und selber eine ganze Menge gelernt! Filztechniken erläutert, Unterschiede der Wollsorten und gezeigt, welche Qualität eine Filz haben sollte, wenn man ihn als Gebrauchsfilz kaufen möchte, die tolle Befestigung des Filzhelmes gezeigt und kleine Anekdoten aus der Filzerwelt….. Die Ausstellung geht noch bis einschließlich 15. August.
Und es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, welchen Part ich habe, welche Spuren hinterlasse ich hier auf dieser Welt (nach Dorothee Fichter)?
Brauche ich im Winter immer den Wäschetrockner? Wie kann ich noch mehr Müll vermeiden? Kaufe ich die richtigen Lebensmittel. Das ist eine vielschichtige Frage , weil die gekühlten einheimischen Äpfel im Mai gegessen, genauso bedenklich sind, wie welche die ich aus Neuseeland einfliegen lasse! Nun habe ich aber keinen Biosupermarkt weit und breit, dann wäre es vielleicht einfacher.
Vieles ist augenscheinlich ökologisch super, und nach dem man kräftig gebohrt hat weiß man nicht, was ist denn jetzt das Richtige? Bei unserer Wolle ist das nicht anders. Ich habe in dieser Woche die Wolle als Dämmstoff immer wieder angesprochen. Muss braune Wolle verbrannt werden? Meinen Mann Stefan hat das auch nicht los gelassen, da wir ja gerade das Dach ausbauen. Gestern dann die Ernüchterung:
Die Wolle ist extrem mit Pestiziden belastet und muss erst sehr teuer gereinigt werden! Denn das Schaf soll gegessen werden, und darf nicht krank werden, also kontaminiere ich es lieber! Das Reinigen der Wolle ist so giftig, das es in Deutschland nicht durchgeführt werden darf, sondern in Belgien……
Danach muss Wolle, die als Baustoff genutzt wird, wieder mit Chemikalien behandelt werden, damit es nicht brennt oder von Ungeziefer gefressen wird. Am Ende ist sie nicht mehr kompostierbar…..
Wie sieht das wohl mit unserer Filz - Wolle aus?
Ich könnte das hier endlos weiterführen und werde wohl in den nächsten Monaten zum klimatischen Wiederkäuer…. Liebe Klassenkameradinnen der Filzschule, dann gibt es im Oktober doch noch mal einen Abend mit einem kleinen Vortrag! Und zwar zum Thema: wie ökologisch ist unser Rohstoff Wolle und welche Vorzüge hat sie!
Heute war dann meine Familie da , haben sich alles angesehen und mir beim Abbau der Werkstatt geholfen. zur Belohnung habe ich sie ins Barmener Brauhaus eingeladen. Denn es ist sehr urig dort! Früher war es eine “Badeanstalt” und wurde dann zur Brauerei!
So, da könnt ihr mich bis einschließlich Sonntag täglich von 10°°-18°° Uhr besuchen:
Was hilft uns Frauen besser bei Frust, als schön shoppen? Und wollen wir Filzerinnen vor allem Schuhe? NEIN! Wir wollen M-A-T-E-R-I-A-L!!!!
Gemixt mit etwas Abenteuer geht das noch viel besser! Also habe ich meine 17 jährige Nichte mit unserer riesigen Familienkutsche durch den Kölner Verkehr fahren lassen ;)) Das Auto gefüllt mit netten Vettern und der lieben Base, außerdem noch die Oma. Das war spannend, aber sie hat es sehr gut gemacht! Wir sind heile wieder zuhause angekommen!
Zuerst zur Galerie Smend. Da wollte ich immer schon mal hin. Einen kleinen Seidenmalrahmen gekauft, um an meinen Karikaturen weiter zu arbeiten. Und drei schöne Strukturschals aus dem Angebot.
Dann zum Neumarkt bummeln gehen. Direkt am Parkhaus die Stofferia mit bedrucktem Seidenchiffon im Angebot. Zugeschlagen:
Schildergasse auf und ab, Schuhe und Kleidung für die Kinder kaufen. Zum Schluß sind diese dann noch zu Globetrotter, Oma ins Café und ich schnell zum Stoffladen Müller. Seidenchiffon im Angebot! Zugeschlagen:
Nach fast sieben Stunden den Heimweg angetreten, und da fragt meine 8 jährige Tochter tatsächlich noch:”Oh, fahren wir jetzt schon nach hause?” Wir gehen alle gerne bummeln, toll oder?
Da habe ich doch jetzt richtig was zu tun! Freu, freu, freu.
Es ist nämlich so: Während des Aufbaus der Ausstellung ” Das Klima wandelt sich” kam der Museumsdirektor auf uns zu, und teilte uns mit, dass es eine Podiumsdiskusion unter anderem für die Presse geben soll. In Verbindung mit der Ausstellung soll das Thema “Gebraten & Gefroren - Klimaschutz” diskutiert werden. Sigrid Bannier und meine Wenigkeit sollen uns mit Leuten aus Politik, Energieanbietern und Wupperverband die Köpfe heiß reden. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, seufz! Wie wir bei näherem Nachfragen feststellten, sind wir wohl eher als Deko gedacht, Filz soll eigentlich keine große Rolle spielen. In Zusammenhang mit der Ausstellung sehen wir das allerdings gar nicht ein, und wollen da kräftig mitmischen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Vorteilen des Filzes, der Schafwolle….. Nun ist es aber so, das ich mich nicht als ausgesuchte Fachfrau in diesem Thema sehe, und mich jetzt mal kräftig belesen muss! Wenn ich aber jetzt anfange zu suchen im WWW. lese ich wahrscheinlich zu viel. Jetzt kommt ihr ins Spiel. Ich habe eine Woche Zeit mich fit zu machen! Wer von euch hat Artikel, Links oder Buchtips zu dem Thema? Per PDF wäre toll, Post nehme ich auch. Und einen Fummel muss Frauke auch noch dafür filzen, oder?
Hier noch ein paar Bilder von den Armbändern, die ich mit Susanne am Wochenende gefilzt habe.
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